Diskussion: Wie viel Experience braucht die Customer Journey & wo beginnt der Overkill?

Diskussion: Wie viel Experience braucht die Customer Journey & wo beginnt der Overkill?
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Balance zwischen Funktionalität und Emotion in der Customer Journey: Vermeidung von Feature-Overkill und Stärkung der Kundenbindung.

In der Paneldiskussion wird die Balance zwischen funktionalen und emotionalen Aspekten der digitalen Customer Experience untersucht. Die Diskussion bietet einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Chancen, die sich bei der Gestaltung von Customer Journeys ergeben. Die Sprecher:innen aus verschiedenen Bereichen, darunter Digitalagenturen und Technologieanbieter, beleuchten die Notwendigkeit, technologische Komplexität zu reduzieren und gleichzeitig die Kundenbindung durch gezielte Personalisierung und Gamification zu stärken. Die Diskussion hebt hervor, dass eine erfolgreiche Customer Experience sowohl auf funktionierenden technischen Grundlagen als auch auf emotional ansprechenden Erlebnissen basiert.


Zentrale Erkenntnisse der Diskussion sind die Bedeutung der Usability und die Gefahr der sogenannten "digitalen Featureitis", bei der Unternehmen zu viele Funktionen ohne echten Mehrwert hinzufügen. Die Sprecher:innen betonen, dass nur etwa 20 % der Features tatsächlich genutzt werden, was zu unnötiger Komplexität führt. Praxisbeispiele verdeutlichen, dass grundlegende technische Anforderungen erfüllt sein müssen, bevor zusätzliche Features implementiert werden. Die Diskussion zeigt, dass der Sweet Spot aus Nutzerbedarf, technischer Machbarkeit und Anbieterinteresse kontinuierlich überprüft werden sollte, um eine optimale Customer Experience zu gewährleisten. A/B-Testing und Gamification werden als Methoden genannt, um die Nutzerbindung zu stärken und die Customer Journey zu optimieren.

Ein Mehr an Features führt nicht zwangsläufig zu einer besseren Customer Experience. Oft schaffen wir Komplexität, die den Kunden nicht bindet. – Dr. Oliver Bohl


Die Technik muss funktionieren, aber es geht auch darum, den Nutzer emotional abzuholen und ihm das Gefühl zu geben, über die Experience zu wachsen. – Sandra Griffel


Personalisierung ist entscheidend, aber nur, wenn die Grundanforderungen erfüllt sind. Ohne diese Basis brauchen wir uns um individuelle Erlebnisse nicht zu kümmern. – Oliver Kling

  • Eine gute Customer Experience erfordert die richtige Balance zwischen Funktionalität und Emotionalität.
  • Technologische Komplexität und Featuritis können die Customer Experience negativ beeinflussen.
  • Personalisierung und Gamification können die Nutzerbindung stärken, müssen jedoch gezielt eingesetzt werden.
  • Die Grundanforderungen an Usability und Technologie müssen erfüllt sein, bevor zusätzliche Features hinzugefügt werden.
  • Kundenbedürfnisse und Verhaltensweisen sollten durch Tests und Experimente ermittelt werden, anstatt sich auf Befragungen zu verlassen.

Die Diskussion um die richtige Balance zwischen Funktionalität und Emotionalität in der Customer Experience ist von strategischer Bedeutung für Digitalagenturen und E-Commerce-Unternehmen. Sie beleuchtet das Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und der Gefahr des Overkills durch übermäßige Feature-Integration. Ein zentraler blinder Fleck ist die Tendenz, technologische Komplexität zu erhöhen, ohne den tatsächlichen Kundennutzen zu steigern. Dies führt zu einer Verantwortungsverschiebung, bei der die Technik als Allheilmittel gesehen wird, während die grundlegenden Bedürfnisse der Nutzer vernachlässigt werden. Die Herausforderung besteht darin, die Transformation hin zu einer nutzerzentrierten Experience zu vollziehen, die sowohl funktionale als auch emotionale Aspekte berücksichtigt, ohne in die Falle der „digitalen Featureitis“ zu tappen.


Der Beitrag liefert wertvolle Reflexionsimpulse, indem er die Bedeutung von Usability und Erwartungsmanagement als Basisanforderungen hervorhebt. Er fordert dazu auf, die Customer Journey durch A/B-Tests und gezielte Experimente kontinuierlich zu optimieren, um die emotionale Komponente zu stärken. Die Diskussion verschiebt die Perspektive von einer rein technologischen zu einer ganzheitlichen Betrachtung, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Für die Zielgruppe bedeutet dies, operative Praktiken mit strategischen Zielen und kulturellem Wandel in Einklang zu bringen. Die Empfehlung, den Sweet Spot aus Nutzerbedarf, technischer Machbarkeit und Anbieterinteresse zu finden, bietet einen klaren Handlungsrahmen, um die Customer Experience nachhaltig zu verbessern und Kundenbindung zu stärken.

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