Erfolgsfaktoren für die Optimierung & Skalierung bei der Automatisierung in Marketing & Kommunikation

Erfolgsfaktoren für die Optimierung & Skalierung bei der Automatisierung in Marketing & Kommunikation
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Mitschrift verfügbar

Wie datengetriebene Kultur, Change Management und Team-Ownership die Skalierung von Automatisierung im Marketing ermöglichen.

Fach- und Führungskräfte aus Marketing, CRM und Digitalisierung diskutieren in dieser Panelrunde die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Einführung, Optimierung und Skalierung von Automatisierungslösungen in komplexen Organisationen. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen datengetriebener Kultur, Change Management und organisationsübergreifender Zusammenarbeit. Die Panelisten bringen unterschiedliche Perspektiven aus Beratung, Implementierung und Unternehmenspraxis ein und beleuchten, wie technische, organisatorische und kulturelle Aspekte ineinandergreifen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Überwindung von Silos zwischen IT und Marketing sowie auf der Notwendigkeit, Automatisierung als kontinuierlichen Programmprozess zu etablieren.

Die Diskussion zeigt, dass eine erfolgreiche Skalierung von Marketing Automation eine klare Zieldefinition, umfassende Analyse und konsequentes Requirements Engineering voraussetzt. Die Panelisten betonen, dass die Einführung nicht als einmaliges IT-Projekt, sondern als fortlaufender Veränderungsprozess verstanden werden muss, der neue Formen der Führung und Zusammenarbeit erfordert. Konkrete Beispiele aus der Praxis verdeutlichen, wie die Integration von Data Scientists in Fachabteilungen, die Förderung offener Fehlerkultur und die gezielte Befähigung von Mitarbeitenden zur nachhaltigen Verankerung beitragen. Die Panelrunde empfiehlt, mit klar umrissenen Use Cases zu starten, Ownership in die Teams zu geben und die Personalabteilung als Partner für Training und Enablement einzubinden. Entscheidend ist die Kombination aus konzeptioneller Vorarbeit, pragmatischer Zusammenarbeit und kontinuierlicher Kompetenzentwicklung, um Automatisierungslösungen eigenständig betreiben und weiterentwickeln zu können.

Wir konzentrieren uns auf die digitale Transformation end to end und berücksichtigen da auch Themen wie Tools, Technologien, Change Management, Mindset, Strategie und Organisationsentwicklung. – Ines Alte

Man sollte auch dieses ganze Thema Gesamtarchitektur im Auge behalten. Welche anderen kundendatenführenden Systeme spielen denn am Ende des Tages eine Rolle? – Dr. Michaela Hamori-Satzinger

Für mich ist das ein Führungsthema, weil wenn ich einen Fehler mache und von meinem Chef Ärger bekomme, dann fange ich halt an mit Zahlen, Daten, Fakten zu fälschen, damit das nicht passiert. – Dr. Jörg Reinhardt

Der Kunde ist nicht bereit, das Ganze als Programm zu sehen, nicht so zu sehen, dass er auch selbst Personen bereitstellen muss, dass er selbst Hirnschmalz reinstecken muss, dass er das Ding betreiben muss und nicht bloß implementiert bekommen wie so ein schnittes System von vor 30 Jahren. – J\u00f6rg Reinnarth

Es ist eben nicht nur ein Change einer Technologie, es ist auch ein Change im Sinne von, führe anders, ich verlagere die Verantwortung, ich gebe den Leuten mehr Selbstorganisationsaufgaben. – Georg Blum

  • Eine datengetriebene Kultur und ein datengetriebener Mindset sind essenziell für erfolgreiche Marketing Automation und können nicht nur durch Technologie erreicht werden.

  • Business Analytics und Requirements Engineering müssen als konstitutionelle Hausaufgaben vor der Tool-Einführung erfolgen, um Komplexität zu beherrschen und echte Value Creation zu ermöglichen.
  • Die Überwindung von Silos zwischen IT und Marketing erfordert physische und kommunikative Nähe sowie die Förderung von sinnbasierter Zusammenarbeit statt rein aufgabenbasierter Arbeit.
  • Change Management und die Befähigung von Führungskräften und Mitarbeitern sind zentrale Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Verankerung von Automatisierungslösungen.
  • Ownership und Verantwortung müssen in die Teams gegeben werden, um Automatisierung als kontinuierlichen Programmprozess und nicht als einmaliges Projekt zu etablieren.

Automatisierung in Marketing und Kommunikation bleibt ein strategisches Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und organisationaler Realität. Die Diskussion legt offen, wie tief verwurzelte Denkfehler – etwa die Reduktion von Automatisierung auf ein IT-Projekt – den nachhaltigen Erfolg behindern. Verantwortungsverschiebung zwischen IT, Marketing und HR, fehlende Zielklarheit sowie die Vernachlässigung der kulturellen Dimension führen dazu, dass Automatisierung häufig als einmalige Implementierung und nicht als kontinuierlicher Programmprozess verstanden wird. Besonders sichtbar wird der blinde Fleck im Umgang mit Fehlerkultur und Ownership: Wenn Führungskräfte und Teams Automatisierung nicht als Lern- und Entwicklungsfeld begreifen, entstehen Widerstände, Silos und ineffiziente Prozesse. Die Panelbeiträge machen deutlich, dass Transformation nicht durch Technologie, sondern durch konsequente Ausrichtung auf Sinn, Wertbeitrag und gemeinsame Zielbilder gelingt. Die eigentliche Herausforderung liegt im Aufbau einer datengetriebenen Kultur, die sowohl strukturelle als auch kommunikative Barrieren adressiert und Verantwortlichkeiten klar verteilt.

Für die Zielgruppe ergeben sich daraus konkrete Reflexionsimpulse: Erfolgreiche Optimierung und Skalierung von Automatisierung verlangt nach konzeptioneller Vorarbeit, klarer Zieldefinition und der bewussten Integration von Change Management. Die Panelisten fordern dazu auf, Ownership und Verantwortung in die Teams zu geben, Führungskräfte zu befähigen und die Personalabteilung als aktiven Partner für Enablement und Kompetenzaufbau einzubinden. Die Perspektive verschiebt sich von technikzentrierter Implementierung hin zu einer sinnbasierten, iterativen Organisationsentwicklung, in der operative Praxis, strategische Ziele und kultureller Wandel eng verzahnt sind. Der Beitrag liefert damit keine Blaupause, sondern fordert zur kritischen Selbstprüfung bestehender Strukturen und Führungsmodelle auf – und eröffnet neue Handlungsoptionen für eine nachhaltige, menschenzentrierte Automatisierung.

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