Empfehlungen für die Etablierung eines kundenorientierten Handelns im Unternehmen

Empfehlungen für die Etablierung eines kundenorientierten Handelns im Unternehmen
Mitschnitt-Länge: 50 Minuten
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Wie Unternehmen Customer Experience messbar verankern, Komplexität reduzieren und Governance-Modelle an der Customer Journey ausrichten.

Führungskräfte aus Telekommunikation, Versicherung und Beratung diskutieren, wie Customer Experience (CX) in großen Organisationen organisatorisch verankert und messbar gemacht werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Integration von CX in Zielvereinbarungen der Führungsebene, die Vereinfachung von KPI-Strukturen und die Reduktion von Komplexität durch einheitliche Score-Modelle. Die Panelteilnehmenden bringen Perspektiven aus Konzernpraxis und Beratung ein und beleuchten typische Herausforderungen wie Silo-Denken, politische Hürden und die mangelnde Nachvollziehbarkeit des geschäftlichen Impacts von CX-Maßnahmen. Der Austausch zeigt, wie unterschiedliche Branchen mit der organisatorischen Verankerung von CX umgehen und welche Governance-Modelle sich in der Praxis bewähren.

Die Diskussion verdeutlicht, dass eine klare, unternehmensweit verständliche KPI-Struktur und die Reduktion auf wenige Scores die Steuerung und Akzeptanz von CX-Initiativen erleichtern. Praxisbeispiele aus der Versicherungs- und Telekommunikationsbranche zeigen, wie der Net Promoter Score als verbindendes Element in Zielvereinbarungen integriert wird. Die Panelist:innen betonen die Notwendigkeit, Governance-Modelle an der Customer Journey auszurichten und funktionsübergreifende Teams für spezifische Kundensegmente zu etablieren. Einigkeit besteht darin, dass der geschäftliche Mehrwert von CX-Maßnahmen quantifizierbar sein muss, um Akzeptanz auf Top-Management-Ebene zu sichern. Die Empfehlungen reichen von der Vereinfachung von Methoden und Score-Modellen über die konsequente Integration von CX in die Businessstrategie bis hin zur organisatorischen Ausrichtung entlang der Kundenerlebnisse.

Customer Experience muss einfacher, simplifizierter betrachtet werden. Am Ende des Tages zählt, welchen Mehrwert das Thema wirklich für das Unternehmen bringt. – Martin

Die einzige Daseinsberechtigung eines Unternehmens ist, Kunden zu gewinnen und zu loyalisieren. Nothing else. – Silvana Buljan

Kundenzentrierung ist Teamaufgabe: Am Ende des Tages bewege ich Menschen, um Mehrwert für Menschen zu schaffen. – Dana Arzani

Der Net Promoter Score ist bei uns ein Ziel auf allen Führungsebenen und in den Zielen verankert – das ist für mich der Erfolgsfaktor. – Romana Aumer

  • Die Verankerung von Customer Experience in den Zielvereinbarungen der Führungsebene ist entscheidend für nachhaltige Kundenorientierung.

  • Zu viele parallele Methoden und Score-Modelle erhöhen die Komplexität und erschweren die Steuerung von CX-Initiativen.
  • Eine einheitliche KPI-Struktur und die Reduktion auf wenige, verständliche Scores erleichtern die Kommunikation und Umsetzung von CX-Maßnahmen.
  • Organisatorische Verankerung von CX erfordert eine Governance, die sich an der Customer Journey und nicht an klassischen Silostrukturen orientiert.
  • Der Nachweis des geschäftlichen Impacts von CX-Maßnahmen ist zentral, um Akzeptanz auf Top-Management-Ebene zu schaffen.

Kundenorientierung in großen Organisationen scheitert häufig an strukturellen Zielkonflikten und der mangelnden Verknüpfung zwischen Customer Experience-Initiativen und geschäftlichem Impact. Die Diskussion legt offen, wie die Vielzahl paralleler Methoden, Score-Modelle und isolierter Verantwortlichkeiten nicht nur Komplexität erzeugt, sondern auch die Steuerbarkeit und Akzeptanz von Customer Experience untergräbt. Im Zentrum steht das Dilemma, dass Führungskräfte zwar die Bedeutung von Kundenzentrierung anerkennen, aber deren Beitrag zum Unternehmenserfolg selten klar quantifizieren können. Die Panelist:innen machen deutlich, dass klassische Aufbauorganisationen und Silo-Strukturen den notwendigen Wandel blockieren und die Integration von Customer Experience in die Unternehmenssteuerung behindern. Die Forderung nach einer Governance, die sich an der Customer Journey orientiert, adressiert einen grundlegenden Paradigmenwechsel: Weg von funktionsgetriebenen Strukturen, hin zu einer konsequenten Ausrichtung an Kundenerlebnissen und Wertschöpfungsketten. Damit wird ein blinder Fleck vieler Transformationsprogramme sichtbar – die fehlende End-to-End-Verantwortung und die Tendenz, Komplexität durch immer neue KPIs und Methoden zu verschleiern, statt sie zu reduzieren.

Aus dem Beitrag lassen sich zentrale Prinzipien für die Praxis ableiten: Die konsequente Reduktion auf wenige, unternehmensweit verständliche KPIs, die direkte Verankerung von Customer Experience in Zielvereinbarungen und die organisatorische Verortung als Querschnittsfunktion mit Steuerungsmandat. Die Diskussion fordert dazu auf, Customer Experience nicht als isoliertes Projekt, sondern als integralen Bestandteil der Businessstrategie zu begreifen und die Kausalität zwischen Kundenerlebnis und Geschäftserfolg transparent zu machen. Für die Zielgruppe verschiebt sich damit der Fokus: Operative Maßnahmen müssen stets auf ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg überprüft werden, während strategische Steuerung und kultureller Wandel Hand in Hand gehen. Die Panelist:innen liefern damit einen Impuls, die eigene Organisation kritisch auf Komplexität, Verantwortungsdiffusion und fehlende Steuerungslogik zu prüfen und den Mut zu radikaler Vereinfachung und echter End-to-End-Kundenzentrierung zu entwickeln.

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